Von der Pflegeausbildung bis zur Pension: Irene Peter wird nach 36 Jahren im Spital Wil pensioniert

Nach fast vier Jahrzehnten im Spital Wil beendet Irene Peter, Stv. Stationsleiterin IMC, mit der Pensionierung ihre berufliche Laufbahn dort, wo sie sie mit der Ausbildung zur Krankenschwester AKP auch einst begann.

Irene Peter, Stv. Leiterin IMC, freut sich, dass die vergrösserte und moderne Überwachungs-station (IMC) im Spital Wil gerade noch vor ihrer Pensionierung zertifiziert wurde.

Freudig und doch auch etwas wehmütig verabschiedet sich Irene Peter, Stv. Stationsleiterin IMC, nach 36 Jahren im Spital Wil in den wohlverdienten Ruhestand. Ihr Berufsleben begann in den 80er-Jahren mit der Ausbildung zur Krankenschwester AKP, bei der sie ihr erstes und letztes Lehrjahr im damaligen Gemeindespital Wil absolvierte. Nach ihrem Abschluss blieb sie noch für einige Monate, bevor sie ins Spital Rorschach wechselte. Nach der Geburt ihres ersten Kindes zog sie mit ihrem Mann zurück in die Region Wil. «Weil dringend Personal benötigt wurde, bin ich mit einem kleinen Pensum auf der Überwachungsstation ins Spital Wil zurückgekehrt», erzählt sie. Wobei die Überwachungsstation von damals können man nicht mit der heutigen vergleichen. Damals bestand diese aus vier Betten in einem Zimmer neben dem Operationssaal. Heute verfügt das Spital Wil über eine moderne, spezialisierte und zertifizierte Intermediate Care Station (IMC). Die Spezialisierung und Professionalisierung in allen Bereichen sei es auch, was sich aus ihrer Sicht während ihres Berufslebens am stärksten verändert habe. «Das kann man sich fast nicht mehr vorstellen, früher fuhr ich noch auf dem Rettungswagen mit, heute ist Rettungssanitäter ein eigenständiger Beruf und Rettungswagen sind kleine Intensivstationen.»

Treue zur Überwachungsstation IMC

Irene Peter hat sich auch deshalb stetig weitergebildet, zum Beispiel mit der Höheren Fachausbildung in der Akutpflege. Der Überwachungsstation IMC, auf der Patientinnen und Patienten behandelt werden, welche keiner eigentlichen intensivmedizinischen Behandlung bedürfen, bei denen der Überwachungs- und Betreuungsaufwand jedoch die Möglichkeiten einer normalen Bettenstation übersteigen, blieb sie fast all die Jahre im Spital Wil treu. «Nur ein Jahr arbeitete ich auf der Notfallstation, vermisste jedoch die längerfristige Beziehung zu den Patientinnen und Patienten. Ich finde es unglaublich schön zu sehen, wie es Patientinnen und Patienten nach einem akuten Geschehen bei uns auf der IMC schnell besser geht, wenn wir unseren Job gut machen», erklärt die Pflegefachfrau.

Engagiert für Pflegequalität

Zusätzlich engagierte sie sich als Fachverantwortliche Pflege für eine hochstehende Pflegequalität auf allen Bettenstationen. Vor einigen Jahren gab sie diese Funktion in der Pflegeentwicklung ab und konzentrierte sich gänzlich auf ihre Führungsaufgabe als Stv. Stationsleiterin. «Jeder Mensch, ob als Patient oder Mitarbeitender ist mir wichtig. Deshalb lag mir in der Führung auch immer das Zwischenmenschliche am Herzen. Gerne bin – oder jetzt muss ich schon sagen, war – ich Ansprechperson für mein Team bei fachlichen Fragen aber auch für alles rund um den Job. Hier konnte ich die anderen von meinen Erfahrungen und auch meinem Wissen, das ich aus meinem Engagement im Verband Pflegefachpersonen SBK aufgebaut hatte, profitieren lassen». Deshalb nannte sie ihr Team liebevoll «Mutti der IMC» genannt.

Zeit für sich, Enkelkinder und Springer

«Die Schichtarbeit beeinflusste mein Privatleben, daher freue ich mich nun auf Zeit für mich.» Diese Zeit werde sie auch gerne mit Spaziergängen mit dem Hund und mit ihren Enkelkindern füllen. Ein bisschen bleibt Irene Peter dem Spital Wil aber auch noch erhalten, im Springer-Pool wird sie weiterhin einzelne Dienste auf der IMC übernehmen. «Ich empfinde das als grosse Wertschätzung, dass ich noch weiterarbeiten darf.»