10.02.2009 - Ein ganzes Spitalgebäude zieht um!

Modulares Bettehaus

Die Spitalregion Fürstenland Toggenburg errichtet von Februar bis April 2009 ein modulares Bettenhaus zwischen dem Spital Wil und dem Pflegezentrum Fürstenau. Es dient als Übergangslösung bis zur Fertigstellung einer Gesamtsanierung. Die 24 tausend Kilo schweren Module werden ab Montag, 9. Februar 2009 von der Firma Erne mit 9 Sattelschleppern in einer anspruchsvollen Logistikaktion von Zug via Winterthur nach Wil transportiert und im Anschluss beim Spital Wil montiert. Der Aufbau der Module ist voraussichtlich am Donnerstag abgeschlossen.


Die seit längerer Zeit prekäre Raumsituation am Spital Wil, die durch die Erweiterung des Leistungsangebotes und die steigenden Patientenzahlen noch verschärft wurde, kann mit dem modularen Bettenhaus merklich verbessert werden.

Mit dem Bettenhaus werden das Raumangebot und der Spitalstandard mit 18 Zweierzimmer und 6 Einzelzimmer auf zwei Stockwerken massgeblich verbessert, ohne dass die Bettenkapazität erhöht wird. Profitieren werden vor allem die Wöchnerinnen und die gynäkologischen Patientinnen, die künftig ausschliesslich in Einzel- und Zweierzimmer untergebracht werden können sowie die Patientinnen und Patienten der Chirurgie. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,9 Mio. Franken. Die Eröffnung des modularen Bettenhauses findet Mitte Mai 2009 statt.

Anspruchsvolle Logistikaktion

Das modulare Bettenhaus wurde gut 12 Jahre vom Kantonsspital Zug für Zusatzversicherte eingesetzt. Realisiert wurde der modulare Gebäudekomplex von der Firma Erne Modul-Technologie, Laufenburg. Nach der Eröffnung des neuen Zuger Spitals im 2008 wurden die Gebäudemodule nicht mehr genutzt und an den Kanton St.Gallen verkauft.

Der Umzug von Zug nach Wil ist eine sehr anspruchsvolle Logistikaktion für die Firma Erne: Neun Sattelschlepper werden innerhalb von drei Tagen 18 Module bzw. 1‘100 qm Spitalfläche von Zug nach Wil transportieren.

Einsatz des grössten Pneukrans der Schweiz

Jedes Modul wiegt 24 Tonnen und misst 16 mal 3.95 mal 3.56 Meter. Wegen des hohen Gewichts wird für das Abladen der Module der grösste Pneukran der Schweiz eingesetzt. Dank dem modularen Gebäude-System kann das Bettenhaus rasch wieder aufgebaut werden.

Mit dem provisorischen Bettenhaus kann am Spital Wil die schwierige Raumsituation in kurzer Frist merklich verbessert und das Leistungsangebot weiter optimiert werden.


SRFT - 10.02.2009 - Ein ganzes Spitalgebäude zieht um! (15.06.2009 13:19)