Stillförderung nach UNICEF

Initiative zur Förderung des Stillens

Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) wurde 1991 die „Baby-Friendly-Hospital-Initiative“ lanciert, um die natürliche Ernährung der Säuglinge - das Stillen - zu fördern und den Kindern so einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

 

Weltweit anerkanntes Qualitätslabel

In allen Ländern der Welt werden dieselben Richtlinien für Spitäler und Geburtshäuser propagiert: die zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen. Dazu gehören die Information der schwangeren Frau über Vorteile und Praxis des Stillens, das erste Anlegen des Kindes innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt, das Rooming-In-System, Stillberatung auch nach dem Klinikaufenthalt sowie regelmässige Aus- und Fortbildungen des Klinikpersonals.

Die einheitlichen Richtlinien ermöglichen es den Müttern, sich an klaren Aussagen zu orientieren. So gilt es bespielweise darauf zu achten, dass die Babys nach der Geburt ungestörten, ausgiebigen Körperkontakt mit ihrer Mutter haben und an die Brust gelegt werden. Eine sorgfältige Anleitung gewährleistet, dass weitgehend auf Hilfsmittel wie Schoppenflaschen und Schnuller sowie auf das routinemässige Verabreichen von Zusatzflüssigkeit verzichtet werden kann. Zudem dürfen die Wöchnerinnen ihren Nachwuchs rund um die Uhr auf ihrem Zimmer haben.

 

Das Spital Wil wurde 2003 als „Babyfreundliche Klinik“ durch die UNICEF ausgezeichnet. Das Wochenbettteam berät und unterstützt werdende und frisch entbundene Mütter in allen Belangen rund um das Stillen. Die Klinik verfügt dazu über Richtlinien, die für das gesamte Personal verbindlich sind. Mütter und bei Bedarf auch ihre Angehörigen werden vor und nach der Geburt von, entsprechend dem neusten Wissensstand ausgebildeten, Hebammen und Pflegefachfrauen kompetent beraten.

Direkt nach der Geburt ermöglichen wir den Müttern das erste Stillen, damit sich die Mutter- Kind- Beziehung optimal entwickeln kann. Das Stillen, nach dem eigenen Rhythmus des Kindes, wird gefördert. Weil Muttermilch die beste Säuglingsnahrung ist und alles enthält, was ein Säugling während der ersten vier bis sechs Monaten braucht, wird den Neugeborenen in der Regel keine zusätzliche Flüssigkeit gereicht.

 

Um das Neugeborene in seinem natürlichen Saugverhalten an der Brust nicht zu stören, wird auf künstliche Sauger (Schoppen, Flaschen, Nuggi) möglichst verzichtet. Werbung für Muttermilchersatzprodukte, Schoppen-Flaschen und Nuggis wird in einer babyfreundlichen Geburtsklinik nicht zugelassen.

 

Stillförderung nach UNICEF/WHO

Die von der UNICEF und WHO 1989 verfasste Checkliste wurde 1992 revidiert und ergänzt sowie von der schweizerischen Arbeitsgruppe ins Deutsche übersetzt und den schweizerischen Verhältnissen angepasst.