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Voralkoholismus
Erstes Trinken in der Jugend, der erste Rausch und dann ein regelmässiger bis täglicher Konsum, der niemandem speziell auffällt. So fängt die Geschichte häufig an. Dann eine Lebenskrise, die dazu führt, dass man mehr und gezielt trinkt, um den Frust zu vergessen. Vielleicht fängt man auch an, das Trinken zu verheimlichen, weil man Schuldgefühle hat und das Thema Alkohol am liebsten ganz vermeiden möchte. Man sagt sich: "Jetzt trinke ich etwas zuviel, aber ich habe ja auch eine schwere Zeit und wenn die vorbei ist höre ich wieder auf."
Alkoholkonsum hat zu Beginn immer auch eine soziale Komponente. Im Gegensatz zum durchschnittlich sozialen Trinker empfindet der spätere Alkoholiker jedoch bald eine befriedigende Erleichterung beim Trinken. Die Erleichterung wird aber eher der Situation (das lustige Fest, die fröhliche Gesellschaft etc.) zugeschrieben. Es werden Gelegenheiten gesucht, in denen beiläufig Alkohol konsumiert werden kann.
Nach einer gewissen Zeit kann eine Erhöhung der Alkoholtoleranz festgestellt werden. Das heisst, es braucht eine immer grössere Menge Alkohol, um die gewünschte Beruhigung, Enthemmung oder Erleichterung zu erreichen.
Diese Trinkmethode dauert je nach Umständen einige Monate bis zu einigen Jahren. Sie geht vom Stadium des gelegentlichen zum dauernden Erleichterungstrinken über. Für die gleiche Wirkung wird immer mehr Alkohol benötigt.
