Alkoholismus

In der Schweiz gibt es ca. 300'000 alkoholabhängige Personen. 3'500 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Alkoholkonsum. Dazu kommen über 100 Tote bei Verkehrsunfällen, die von Alkoholisierten verursacht werden. Zwei Drittel der Alkoholabhängigen, welche jahrelang übermässig konsumieren, sterben frühzeitig an den Folgen. In der Schweiz trinken täglich ca. 1'200 Kinder Alkohol in Form von Alcopops.

Wie viel ist zu viel?

Wo liegt die Grenze zwischen Geniessen und Abhängigkeit? Eins ist klar: einer Sucht verfällt man nicht von einem Tag auf den anderen. Meistens fängt es harmlos an und die Suchtentwicklung dauert viele Jahre lang.

Verschiedene Phasen zeichnen den Weg bis zur Abhängigkeit:


Aber was ist mit der Alkoholmenge? Viele Leute sind nicht abhängig im Sinn der oben genannten Phasen. Dennoch trinken sie in einem Mass, welches sie körperlich und psychisch auf Dauer schädigen kann. Es handelt sich um so genannte Risikotrinker. Frauen reagieren empfindlicher auf Alkohol als Männer, da ihr Flüssigkeitsanteil im Körper kleiner ist. Schwangere und stillende Frauen sollten gar keinen Alkohol trinken, denn sie riskieren ansonsten eine Schädigung des Kindes.

Fahrtauglichkeit

Ein Blutalkoholspiegel von 0,5 Promille darf nicht überschritten werden, wenn ein Fahrzeug (auch Moped oder Velo) gelenkt wird . Am sichersten ist die Regel: „Wer trinkt fährt nicht und wer fährt trinkt nicht“. Denken Sie daran, dass die Fahrtauglichkeit bereits vor den erlaubten 0,5 Promille beeinträchtigt sein kann. Sehleistung, Konzentrationsfähigkeit und Gefahrenbewusstsein nehmen schon bei 0,2 Promille ab.

Blutalkoholspiegel berechnen

Selbsttest

Sind mindestens drei der folgenden Merkmale im Lauf des letzten Jahres aufgetreten, so liegt möglicherweise eine Alkoholabhängigkeit vor:

  • starkes bis zwanghaftes Verlangen, Alkohol zu konsumieren
  • man ist nicht mehr frei, den Beginn und die Dauer des Alkoholkonsums selbst zu bestimmen
  • körperliche Entzugserscheinungen wie Zittern und/oder Schweissausbrüche
  • man braucht immer grössere Alkoholmengen, um die gleiche Wirkung zu spüren
  • zunehmende Vernachlässigung anderer Interessen und grosser Zeitaufwand für den Alkoholkonsum
  • Fortsetzung des Konsums obschon man weiss, dass die dadurch verursachten Probleme immer schlimmer werden