Alkohol am Arbeitsplatz

Häufig zeigt sich eine Alkoholabhängigkeit auch am Arbeitsplatz. Man rechnet mit 5 bis 10 % aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einem Betrieb, die alkoholkrank sind (unabhängig von Branche oder Betriebsgrösse). Auf ein mögliches Alkoholproblem weisen Merkmale hin, es gibt aber kein einheitliches Erscheinungsbild der Alkoholkrankheit.

 

Wenn aber jemand:

  • auffallend trinkfreudig ist
  • schnell trinkt
  • schon morgens trinkt bzw. in der Mittagspause eher trinkt statt isst
  • vermehrt „Atemreiniger“ verwendet
  • regelmäßig bzw. häufig seinen Arbeitsplatz (nicht arbeitsbedingt) verlässt
  • Führungskräften aus dem Weg geht
  • häufig Kurzerkrankungen hat
  • wiederholt ohne Voranmeldung Kurzurlaub nimmt
  • am Wochenanfang häufig fehlt
  • sich über Dritte entschuldigen lässt (Partner/-in)
  • in seiner Leistung nachlässt

und wenn jemand in seiner psychischen Befindlichkeit folgende Merkmale aufweist:

  • extreme Stimmungsschwankungen bzw. Niedergeschlagenheit
  • Selbstüberschätzung
  • mangelnde Kritikfähigkeit
  • Selbstmitleid
  • Desinteresse
  • Unzufriedenheit
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Kontaktarmut
  • Willensschwäche
  • herabgesetzte Hemmschwelle (z.B. lautes unkontrolliertes Reden, Anpöbeln)
  • verkrampfte Arbeitsweise
  • Argwohn

dann besteht grösster Verdacht auf eine Gefährdung durch Alkohol oder auf eine Alkoholabhängigkeit. Sucht am Arbeitsplatz ist eine Führungsaufgabe. Vorgesetzte sind aufgefordert zu handeln. Es lohnt sich, gehen doch mehr als 1,25 % der Lohnsumme durch alkoholbedingte Absenzen verloren.

Tipps für den Arbeitgeber