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PSA-Newsletter 05|2011
Alkoholtherapiestation PSA der SRFT im Spital Wattwil – Gruppentherapie
Im Rahmen der Alkoholkurzzeittherapie PSA im Spital Wattwil finden neben vielen anderen Therapiemodulen auch 3 x pro Woche während 2 ½ Stunden Gruppengespräche statt. Thematisch geht es in einer ersten Phase darum, das eigene Trinkverhalten kennen zu lernen, alte Verhaltensmuster bewusst zu machen, um in einem weiteren Schritt neue Lösungen zu entwickeln. Die Gruppenmitglieder unterstützen sich gegenseitig, offen in einer vertrauensvollen Atmosphäre über ihre Erlebnisse reden zu können. Ähnliche Erfahrungen in Bezug auf Suchtverhalten geben das Gefühl von Solidarität. Scham- und Schuldgefühle können in einem wertfreien Gesprächsklima abgebaut werden. In einer weiteren Phase erhalten die Patientinnen und Patienten Informationen über die Alkoholkrankheit. Aufgrund der intensiven Auseinandersetzung treffen sie ihre Entscheidung, wie sie in Zukunft mit Alkohol umgehen wollen. Lebendige Diskussionen entstehen um das Thema Totalabstinenz versus kontrolliertes Trinken. Auf dem Boden von vertrauensvollen Beziehungen sind Konfrontationen untereinander sehr wirksam, Anregungen werden aufgenommen, Lösungsansätze ausgetauscht. Wenn Spannungen in der Gruppe entstehen, helfen konstruktive Lösungsgespräche als Modell für einen zukünftigen Umgang mit Konflikten im eigenen Bezugsfeld. In der dritten und vierten Woche geht es vor allem um die Zukunftsplanung in Bezug auf Früherkennung von Rückfällen. Die Gruppe bietet ein ideales Übungsfeld, um mittels Rollenspielen zukunftsorientiert neue Strategien zu entwickeln oder um in kritischen Situationen Alkohol abzulehnen.
Die positiven Erfahrungen in der Gruppe motivieren viele Patientinnen und Patienten, sich für die Nachsorge einer ambulanten Therapiegruppe anzuschliessen.
Drei Monate nach der Therapie trifft sich die Gruppe noch einmal bei uns zum Erfahrungsaustausch.
