Behandlungskonzept

Auf der Alkoholtherapiestation PSA (Psychosomatische Abteilung) werden Menschen mit Alkoholproblemen behandelt und begleitet. Die Therapie dauert 24 Tage, zuvor muss aber in der Regel ein körperlicher stationärer Entzug von fünf bis sieben Tagen durchgeführt werden.  

Ein Team von qualifizierten Fachleuten (ÄrztInnen, PsychologInnen, Sozial-, Sport- und GestaltungstherapeutInnen und dipl. Pflegepersonal) arbeitet jeweils mit einer Gruppe von sieben Personen (Frauen und Männer). Alle treten am selben Tag ein und schliessen die Therapie nach 24 Tagen gemeinsam ab.

In Gruppengesprächen, Einzel-, Paar und Familiengesprächen sowie beim Gestalten und in der Bewegungstherapie werden Zusammenhänge zwischen der Lebensgeschichte und der Suchtentwicklung erarbeitet. Möglichkeiten von Verhaltensänderungen werden gesucht, besprochen und erprobt. Der Schwerpunkt der Therapie liegt im Finden von Lösungen für die Zukunft. Alkoholabhängigkeit wird nicht als Laster gesehen, sondern als Störung des inneren Gleichgewichts, als psychosomatische Erkrankung. Therapeutische Interventionen ermöglichen eine Verbesserung dieses inneren Gleichgewichts. Aus der Lebensgeschichte zeigen sich Ressourcen, Einzigartigkeiten und Stärken, welche gefördert und gestärkt werden müssen. Ein zielorientierter Behandlungsansatz verbessert die Möglichkeiten der Lebensbewältigung. Dabei wird das Umfeld mit einbezogen. Entspannung fördert die Fähigkeiten abzuschalten, auf andere Gedanken zu kommen und ruhiger zu werden.

Behandlungsziele

Um Wege aus der Sucht zu finden, müssen in verschiedenen Lebensbereichen wie Partnerschaft, Familie, Beruf, soziales Umfeld, Freizeit usw. Veränderungen aktiv angegangen werden. Die Ziele werden zusammen mit den Betroffenen formuliert und konsequent verfolgt. Dabei geht es um das Erkennen von destruktiven Verhaltens- und Beziehungsmustern, das Einüben konstruktiver Problemlösungsstrategien, die Förderung der Beziehungsfähigkeit und den Aufbau einer Abstinenzmotivation.