Computertomographie

Computertomographie

Bei einer Computertomographie (CT) werden Querschnittsbilder des Körpers angefertigt. Dabei rotiert die Röntgenröhre um die Längsachse des Patienten. Die Strahlen werden von Detektoren gemessen und nach der elektronischen Datenverarbeitung als Schnittbild dargestellt.

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung können die Organe überlagerungsfrei abgebildet und damit besser beurteilt werden. Dadurch können auch viele kleine, krankhafte Veränderungen im Körper dargestellt werden.

Unsere Abteilungen arbeiten mit einem 6-Zeilen-Computertomographen, mit welchem sämtliche Untersuchungen durchgeführt werden können, inklusive der Nachverarbeitung von zwei- oder dreidimensionalen Bildern.

Die Computertomographie spielt u.a. eine wichtige Rolle bei der Diagnose von:

  • Schädelfrakturen, Hirnverletzungen
  • Komplexen Knochenbrüchen (präoperative Planung)
  • Tumoren und deren Ausbreitung
  • Gefässveränderungen (Einengungen, Verschlüsse, Verletzungen)
  • Lungenerkrankungen (z.B. Lungenembolie)
  • Erkrankungen des Bauchraumes (Nierensteine, Appendizitis (Entzündung des Blinddarms, usw.)
  • Erkrankungen und Frakturen (Knochenbrüche) an der Wirbelsäule.

Die Computertomographie wird auch häufig eingesetzt für Schmerztherapien (Infiltrationen, d.h. gezielte Injektion eines Medikamentes in die Schmerzstellen) und andere Infiltrationen, Gewebeentnahmen (Biopsien) und Drainagen.

Häufig wird der Computertomograph mit einem MRT (Magnetresonanztomograph) verwechselt. Der grosse Unterschied der beiden Geräte liegt nicht nur in der Bildgewinnungstechnik, sondern auch in der Gerätetiefe. Der MRT wird deshalb als Röhre oder Tunnel bezeichnet. Der Computertomograph weist nur eine kurze, kreisrunde Öffnung mit einer Tiefe von ungefähr 30 cm und einem Durchmesser von knapp 70 cm auf. Platzangst kommt deshalb äusserst selten vor.

Da die Computertomographie eine Röntgenuntersuchung ist, darf während einer Schwangerschaft keine Untersuchung durchgeführt werden. Zuweisungsgründe werden vom Spezialarzt für Radiologie überprüft und daraufhin die Art der Untersuchung festgelegt.

Angebot

  • Schädel / Nasennebenhöhlen / Hals
  • Thorax inklusive Untersuchung im Hochauflösungsmodus (HRCT )
  • Halswirbelsäule / Brustwirbelsäule / Lendenwirbelsäule
  • Oberbauch
  • Bauchraum (Abdomen)
  • Becken / Hüfte
  • alle Extremitäten
  • CT-gesteuerte Gewebeentnahmen
  • CT-gesteuerte Schmerztherapie und Infiltrationen

Ablauf und Patientenvorbereitung

Eine CT-Untersuchung dauert üblicherweise zwischen 15 und 30 Minuten. Hierbei macht der eigentliche Scan-Vorgang nur einen Bruchteil aus, ca. 10 bis 60 Sekunden. Die übrige Zeit wird zur Vorbereitung und Lagerung des Patienten sowie zur Bilderstellung durch den Computer benötigt.

Der Patient wird bequem, meist in Rückenlage, auf dem Untersuchungstisch gelagert und sollte während der Untersuchung ruhig liegen. Der Tisch mit dem Patienten wird nun langsam bis zu der Körperregion, die untersucht werden soll in die kreisförmige Öffnung des CT gefahren.

Häufig werden in der Computertomographie Kontrastmittel eingesetzt, welche die diagnostische Aussage verbessern. Diese müssen getrunken, über einen Einlauf oder über eine Vene verabreicht werden.