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Schnellender Finger
Definition und Ursache:
Die Beugesehnen von Daumen und der Langfinger sind durch so genannte Ringbänder am Knochen fixiert. Das erste von insgesamt vier Ringbändern befindet sich auf der Höhe des Daumen-/Finger-Grundgelenks. Hier ist die Sehne beim Beugen des Fingers am meisten belastet. Im Laufe der Zeit führt diese Belastung zu Abnützungserscheinungen an der Sehne, was sich in einer knotigen Verdickung der Sehne äussert. Beim schnellenden Finger bleibt dieser Knoten am Ringband hängen, bis er – nach Kraftaufwendung – das Ringband doch noch passieren kann. Dies bemerkt der Patient als „Schnellen“ oder „Spicken“ des Fingers. Neben manueller Belastung können auch Stoffwechselkrankheiten wie Gicht oder Diabetes oder auch rheumatische Leiden zu Verdickungen an den Sehnen führen.
Diagnose:
Die Diagnose lässt sich leicht anhand des typischen Spickens oder Schnellens des betroffenen Fingers stellen. Meist lässt sich der Knoten in der Sehne auch im Bereich der Hohlhand tasten. Zudem ist die Region des Grundgelenkringbandes schmerzhaft und empfindlich auf Druck.
Therapie:
In vereinzelten Fällen kann dem betroffenen Patienten mit einer lokalen Cortisonspritze weitergeholfen werden. Meist muss jedoch das Ringband auf der Höhe des Grundgelenks gespalten werden, um der Sehne wieder genug Raum zum Gleiten zu geben. Dies ist ein kleiner operativer Eingriff, der in der Regel ambulant und in lokaler Betäubung durchgeführt wird. Nach der Operation trägt der Patient eine Schiene während sieben Tagen. Die Fäden der Hautnaht werden nach zehn Tagen vom Hausarzt gezogen. Der Arbeitsausfall beträgt in der Regel 14 Tage.
